Vereinsgeschichte
Von der „Tratte“ am Ortseingang zum Lois Walder-Stadion: seit über 55 Jahren Fußball, Wintersport und Gemeinschaft in Tristach.
Wie alles begann
Weil die Tristacher Fußballer bis 1968 nach Lienz ausweichen mussten, gründeten engagierte Tristacher ihren eigenen Verein. Was mit einer „Lagebesprechung“ im Gemeindehaus begann, ist heute ein Verein mit Fußball, Wintersport und vielen Veranstaltungen.
Über 55 Jahre SV Tristach
Die wichtigsten Stationen der Vereinsgeschichte, von der Gründung bis heute.
- 196820. AugustDie „Lagebesprechung“
Im Musikzimmer des alten Tristacher Gemeindehauses beraten sportbegeisterte Tristacher über die Gründung eines Sportvereins. Bislang mussten Einheimische nach Lienz gehen, wollten sie ihrem Hobby bei einem gemeldeten Verein nachgehen, vor allem jene, die dem runden Leder nachjagten und das bei Rapid oder beim ASV Lienz tun mussten.
Mit dabei sind neben dem späteren ersten Obmann Ing. Rudolf Stern auch Lorenz Oberguggenberger, Friedrich Prünster, Raimund Zoier, Franz Brunner, Kurt Mitterhofer und Friedrich Wendlinger. Gespielt wird damals noch auf der „Tratte“, dem Grundstück rund ums Bildstöckl am westlichen Ortseingang, was die Anrainer wenig erfreut.
- 19683. NovemberGründung des Sportvereins Tristach
Im Gasthaus „Tristacherhof“ findet die offizielle Gründungsversammlung statt. Der neue Klub umfasst die Sektionen Fußball, Rodeln und Schilauf und wird ordnungsgemäß bei der Vereinsbehörde angemeldet. Dachverband wird der ASVÖ Tirol, die Sektion Fußball wird beim Kärntner Fußballverband angemeldet und dort gerne aufgenommen.
Gründungsvorstand: Ing. Rudolf Stern (Obmann), Kurt Mitterhofer (Obmann-Stv.), Johann Themeßl (Schriftführer), Balthasar Scheiber und Josef Klocker jun. (Schriftführer-Stv.), Josef Themeßl (Kassier), Friedrich Prünster (Kassier-Stv.), Raimund Zoier (Sektionsleiter Fußball), Franz Oberhuber (Stv.), Josef Pichler (Sektionsleiter Schilauf), Franz Brunner (Stv.), Alois Kerschbaumer (Sektionsleiter Rodeln), Josef Amort (Stv.), Lorenz Oberguggenberger und Johann Libiseller (Rechnungsprüfer). Zu Beginn zählt der Verein rund 60 zahlende Mitglieder.
- 1969FrühjahrEin eigener Platz am „Moos“
Damit man schon 1969/70 an der Meisterschaft des KFV teilnehmen kann, stellt die Gemeinde Tristach das „Moos“ am östlichen Ortsausgang als Pachtgrundstück zur Verfügung. Das Gelände, das damals einer Mondlandschaft gleicht, wird geebnet, dazu entstehen zwei Umkleidekabinen, ein Schiedsrichterraum, eine Dusche und Toiletten. Im Frühjahr 1969 finden die ersten Aufbauspiele statt.
- 1969SommerDie erste Meisterschaft
Als Trainer der Kampfmannschaft kommt der aus Vorarlberg nach Osttirol zurückgekehrte Herbert Leiter. Mit einem 2:2 gegen Obervellach startet der Verein in der 2. Klasse A in seine erste Meisterschaftssaison.
Von Anfang an zählt die Nachwuchsarbeit: Die Schülermannschaft unter Johann Achmüller holt sich 1969/70 ohne Niederlage den Titel auf der Schattseite.
- 1975Mitte der 70erErster Ausbau
Das Vereinsgebäude wird um zwei weitere Umkleidekabinen, eine Garage und eine Kantine erweitert.
- 1977Saison 1976/77Meister der 2. Klasse A
Unter Trainer Herbert Leiter holt die Kampfmannschaft den Meistertitel in der 2. Klasse A nach Tristach und steigt in die 1. Klasse A auf.
- 1978bis 2026Hauptsponsor Dobernik
Der Spielbetrieb in der 1. Klasse A und die zusätzlichen Kosten machen einen Hauptsponsor nötig. Mit der Firma Fliesen und Sanitär Friedl Dobernik beweist der Verein ein glückliches Händchen: Von 1978 bis 2026 steht Dobernik dem Verein als Hauptsponsor zur Seite, fast fünf Jahrzehnte lang.
- 1980Saison 1979/80Höhen und Tiefen
Äußerst erfolgreich sind die Nachwuchsmannschaften: Die Knaben mit Trainer Franz Ortner werden Kärntner Vizemeister, im Finale unterliegt man dem WAC zu Hause mit 0:1 und auswärts mit 1:3. Die Jugend mit Trainer Josef Mayer wird Vizemeister der regionalen Meisterschaft, unter anderem mit einem 22:0 gegen Winklern.
Bitter dagegen für die Kampfmannschaft, mittlerweile von Gerd Müller trainiert: Sie muss zurück in die 2. Klasse.
- 1989bis 1992Karl Rom kehrt zurück
Im Sommer 1989 übernimmt erneut Karl Rom das Traineramt und erreicht Platz 5, in den beiden folgenden Saisonen die Plätze 3 und 9.
- 1993Saison 1992/93Um ein Haar Meister
In seiner ersten Saison spielt die Mannschaft unter Trainer Reinhard Hopfgartner bis zum letzten Spiel um den Titel. Eine Runde vor Schluss liegt man noch an der Tabellenspitze, nach einer Niederlage im letzten Spiel reicht es für den etwas enttäuschenden vierten Rang. In den folgenden drei Spieljahren folgen Mittelfeldplätze (10, 8 und 9).
- 19971996/97Neues Vereinshaus
Nach dem Finanzierungsplan im Herbst 1996 werden Kabinentrakt und Brauseanlagen noch vor dem Winter fertig. 1997 folgen die Unterkellerung für Heiz- und Kellerraum, der Umbau der WC-Anlagen, die Renovierung des Trainingsplatzes und die Flutlichtanlage.
Möglich machen das der große Einsatz von Bürgermeister Ing. Alois Walder, das Land Tirol, der ASVÖ, der KFV und vor allem die vielen freiwilligen Helfer.
- 1998Saison 1997/98Fairnesspokal und Herbstmeister
Ab Sommer 1996 trainiert Reinhard Eder als Spielertrainer. Mit ihm spielt man vorne mit: Ränge 3 und 5 und der Herbstmeistertitel 1998/99. Dass fair gespielt wird, zeigt der Fairnesspokal 1997/98.
Im Nachwuchs geht die U8 unter Robert Müller mit einer Spielgemeinschaft mit dem ASV Lienz einen eigenen Weg, gekrönt vom Meistertitel 1997/98.
- 2002Saison 2001/02Aufstieg in die Unterliga West
Im Sommer 2001 übernimmt Spielertrainer Manfred Steurer von Alois Unterluggauer. Erst im 13. Spiel gibt es die erste Niederlage, die Mannschaft wird Herbstmeister und am Ende Vizemeister. Weil die Unterligen auf 16 Vereine aufgestockt werden, reicht das für den Aufstieg. Höhepunkte: 17 Treffer von Martin Oberhuber und ein 7:0 gegen die Union Nikolsdorf.
- 2003Saison 2002/03Ein Jahr Unterliga
Verstärkt durch Markus Told und Christian Oberhammer überwintert man auf Rang 12, auch wegen der frühen Ausfälle von Told und Martin Oberhuber. Starke Spiele wie gegen SV Lienz, Union Matrei oder das 2:0 gegen ATUS Nötsch mit zwei Mann weniger machen Hoffnung. Im entscheidenden letzten Spiel verliert man bei ATUS Nötsch 0:4 und steigt nach einem Jahr wieder in die 1. Klasse A ab.
Dank gilt Obmann Hans Themeßl, Sektionsleiter Robert „Didi“ Müller, dem ehemaligen Trainer Alois Unterluggauer und den vielen Helfern.
- 2003OktoberDer neue Trainingsplatz Aue
Im Herbst 2002 beginnen am Ende des Keilspitzweges die Bauarbeiten. Dank der Gemeinde (besonderer Dank an Bürgermeister Ing. Lois Walder) und vieler freiwilliger Helfer wird das ehemalige Maisfeld freigeschlagen, geebnet und von Steinen befreit, dazu kommen vier Flutlichtmasten. Im Oktober 2003 wird der Rasen eingeweiht.
- 2004Saison 2003/04Abschied von Manfred Steurer
Nach Rang 7 legt Manfred Steurer sein Amt als Trainer und Spieler nieder und beendet seine erfolgreiche Karriere in Tristach. 2004/05 übernimmt Robert Zabernig, die Mannschaft wird deutlich verjüngt.
- 2017JuniU13 Kärntner Vizemeister
Die U13 von Manfred Steurer gewinnt alle Meisterschaftsspiele und spielt im Lois Walder-Stadion um den Kärntner Meistertitel. Nach einem 2:0 gegen den SAK Klagenfurt im Halbfinale unterliegt man im Finale knapp und wird Kärntner Vizemeister. Die U14 wird im selben Jahr Meister im Mittleren Playoff.
- 20183. und 4. November50 Jahre SV Tristach
Mit Tanz, Festmesse, Festakt, Frühschoppen und einer Fotoausstellung feiert der Verein im Gemeindesaal sein 50-jähriges Bestehen, zugleich 40 Jahre Hauptsponsor Dobernik.
- 202412. JännerNeuer Vorstand
Bei der Generalversammlung in der Sportkantine wird ein neuer Vorstand gewählt. Joachim Staffler wird Obmann. Der langjährige Obmann Anton Steurer wird feierlich verabschiedet, Bürgermeister Markus Einhauer würdigt ihn mit der bronzenen Ehrenmedaille.
- 2025Saison 2025/26Zurück in der 1. Klasse
Nach der Saison 2024/25 in der 2. Klasse A spielt die Kampfmannschaft seit 2025/26 in der 1. Klasse West.
- 2026JuliAutomatische BewässerungsanlageNeu
Im Juli 2026 wird im Lois Walder-Stadion eine automatische Bewässerungsanlage gebaut. Damit bleibt der Rasen auch in trockenen Sommern in Topform.
Die Menschen hinter dem Verein
Präsidenten, Obmänner, Sektionsleiter, Platzwarte und Trainer: Sie haben den SV Tristach seit 1968 geprägt. Die Aktuellen stehen jeweils oben, darunter alle Vorgänger, die neuesten zuerst.
Präsidenten
seit 1968- 2023–2026Peter Dobernik
- 2019–2023Martin Dobernik
- 1968–2018Fridolin Dobernik
Obmänner
seit 1968- 2014–2024Anton Steurer
- 2012–2014Hans Schneider
- 2006–2012Alois Unterluggauer
- 2002–2006Hans J. Themessl
- 1993–2002Josef Mayer
- 1987–1993Alois Klocker
- 1982–1987Josef Pichler
- 1980–1982Walter Zoier
- 1975–1980Hans Achmüller
- 1970–1972Kurt Mitterhofer
- 1968–1969Ing. Rudolf Stern
Sektionsleiter Fußball
seit 1969- 2024–2026Peter Rauter
- 2018–2024Christian Schneider
- 2006–2018Anton Steurer
- 1991–2006Robert Müller
- 1990–1991Bernhard Zoier
- 1988–1990Alois Unterluggauer
- 1983–1987Josef Mayer
- 1969–1983Raimund Zoier
Platzwarte
seit 1969- 2019–2024Anton Steurer
- 1992–2019Adalbert Scheiber
- 1985–1992Johann Achmüller
- 1984–1985Franz Huber
- 1983–1984Walter Zoier
- 1976–1983Johann Achmüller
- 1969–1976Raimund Zoier
Trainer Kampfmannschaft
seit 1969- 2024Bernhard Zoier
- 2023–2024Stefan Graf
- 2020–2023Klaus Gomig
- 2018–2020Bernhard Zoier
- 2016–2018Michael Dold
- 2015/16Markus Sumerauer
- 2014/15Anton Leitner
- 2011–2014Bernhard Zoier
- 2010/11Anton Steurer
- 2007–2010Bernhard Zoier
- 2006/07Manfred Steurer
- 2005/06Bernhard Zoier
- 2004/05Robert Zabernig
- 2001–2004Manfred Steurer
- bis 2001Alois Unterluggauer
- 1996Reinhard Eder
- 1992–1996Reinhard Hopfgartner
- 1989–1992Karl Rom
- 1979/80Gerd Müller
- 1969Herbert Leiter
